Der größte Anteil der in unserer Klinik durchgeführten Eingriffe, dient der Wiederherstellung akut aufgetretener Verletzungen (ca. 1000 Osteosynthesen langer Röhrenknochen pro Jahr). Dazu zählen sämtliche Verletzungen und Frakturen im Rahmen von Arbeits-, Haus-, Sport- und Verkehrsunfällen. Diese reichen von kleinen Schnittwunden über Sprung- und Handgelenkfrakturen, Frakturen großer Röhrenknochen und sämtlicher weiterer Bereiche des Bewegungs- und Stützapparates.
Der raschen Versorgung solcher Frakturen kommt große Bedeutung zu, so dass die Operationen, unter Berücksichtigung der begleitenden Umstände (Weichteilsituation/Nüchternheit des Patienten), nach Möglichkeit, unabhängig von der Tageszeit, sofort durchgeführt werden.
Um weitere Folgeschäden durch Knochenbrüche zu vermeiden (Weichteil-/Nerven- und Gefäßschäden) muss eine möglichst exakte Reposition der Fraktur erfolgen. Die Stabilisierung erfolgt nach modernsten evidenzbasierten Kriterien und unter Verwendung ausschließlich modernster Implantate (z. B. winkelstabile Titanimplantate). Dies ist erforderlich, um eine höchste Stabilität der Frakturen zu gewährleisten, was wiederum dazu führt, dass die Patienten frühfunktionell behandelt, zügig mobilisiert und schneller aus dem Krankenhaus entlassen werden können. Die meisten der heute verwendeten Implantate müssen nicht zwingend entfernt werden.
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Deutliche Abflachung des Böhler-Winkels: Fraktur des Fersenbeines. Um einen vorzeitgen Gelenkverschleiß zu verhindern, muss hier eine möglichst genaue Wiederherstellung erfolgen.
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Aufrichtung des Böhler-Winkels nach OP: Mit modernsten Implantaten lässt sich eine nahezu anatomisch exakte Rekonstruktion dieser schweren Verletzungen erreichen.
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Fersenbeinbrüche bedürfen einer möglichst exakten Rekonstruktion, damit eine posttraumatische Arthrose des unteren Sprunggelenkes vermieden werden kann. Neben modernen Implantaten aus Titan (Clacaneusplatte), welche in den letzten Jahren immer weiter entwickelt wurden, bedarf es auch einer großen Erfahrung des Operateurs. So muss zum Beispiel gewährleistet sein, dass eine Mindestanzahl an solchen Eingriffen regelmäßig durchgeführt wird, um den geforderten Standard zu erreichen.
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a.p. Röntgenbild einer lateralen Tibiakopffraktur
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Computertommografische 2-D Rekonstruktion der Fraktur
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Arthroskopische Sicht auf das Tibiaplateau (oben die Oberschenkelrolle, in der Mitte der Meniskus; die Pfeile deuten auf die Unterbrechung der Knorpelkontur im Tibiaplateau)
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Rekonstruktion der Fraktur durch winkelstabile Titanplattenosteosynthese
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Im oben gezeigten Beispiel handelt es sich um eine Fraktur des Schienbeinkopfes, welche durch Platten- und Schraubenosteosynthese versorgt wurde. Da die Fraktur auch in die Kniegelenkfläche hineinstrahlt, muss hier zusätzlich auf eine exakte Wiederherstellung der Gelenkfläche geachtet werden. Um dies zu ermöglichen, werden in unserer Klinik alle Schienbeinkopfbrüche grundsätzlich arthroskopisch assistiert operiert. Das heißt, dass zusätzlich zu der offenen Palttenosteosynthese des Tibiakopfes stets die korrekte Wiederherstellung der Gelenkfläche unter arthroskopischer Sicht überwacht wird.
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a.p. Strahlengang einer Schienbeinschaftfraktur; Versorgung mit Sirusnagel; Pfeil zeigt auf den Frakturspalt im Schienbeinschaft
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Seitlicher Strahlengang im Röntgenbild; der Nagel ist dynamisch verriegelt; Pfeile zeigen auf den Frakturspalt im Schienbeinschaft
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Die Osteosynthese von Schienbeinbrüchen mit intramedullären Implantaten gehört heute zu den Routineverfahren in der Unfallchirurgie. Auch hier besteht der Vorteil darin, dass die Fraktur geschlossen reponiert werden kann. Der Nagel wird über einen kleinen Schnitt unterhalb der Kniescheibe eingebracht. Die Verriegelungsbolzen werden über zusätzliche kleine Stichinzisionen an entsprechender Stelle eingebracht.
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Schultereckgelenk vor OP
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Schultereckgelenk nach der OP
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Verletzungen des Schultereckgelenkes kommen vor allem bei Fahrrad oder Motorradunfällen vor und müssen bei entsprechenden Schweregraden operativ versorgt werden. Die zerrissen Bandstrukturen werden im selben Eingriff rekonstruiert (modifiziertes Procedere nach Weaver und Dunn).
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Acetabulumfraktur
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CT-Darstellung der Fraktur
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Wiederherstellung der Gelenkpfanne durch Rekonstruktionsplatten
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Übersichtsaufnahme nach erfolgter Versorgung
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Frakturen der Hüftpfanne, sog. Acetabulumfrakturen (s.o.) bedürfen einer starken Gewalteinwirkung auf das Becken. Sie entstehen meistens im Rahmen von Hochrasanztraumen, wie sie zum Beispiel bei Verkehrsunfällen oder bei Stürzen aus großer Höhe passieren. Diese Verletzungen sind selten isoliert und meistens von weiteren schweren Verletzungen begleitet.
Eine besondere Berücksichtigung erfordert die Versorgung von polytraumatisierten Patienten.
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