Zuletzt aktualisiert am 24.4.2006
Schlaganfall-Spezialeinheit (Stroke Unit)

Wir betreiben eine von der Deutschen Schlaganfallhilfe und der Deutschen Schlaganfallgesellschaft zertifizierte Stroke Unit mit vier Betten.

Der Schlaganfall ist Folge einer akuten Durchblutungsstörung von Teilen des Gehirns durch Verstopfung eines zum Gehirn oder vom Gehirn führenden Blutgefäßes (80 %) oder durch Riss eines solchen Gefäßes mit Blutung (20 %).

Ein Schlaganfall kann sich oft lange vorher durch Warnsymptome ankündigen. Solche flüchtigen Durchblutungsstörungen des Gehirns nennt man "transitorisch-ischämische Attacken" oder auch TIA.

Ein "richtiger" Schlaganfall und eine TIA zeigen sich durch die gleichen Symptome! Bei einer TIA verschwinden sie nach Sekunden bis Stunden wieder, müssen aber sehr ernst genommen und behandelt werden.


Jeder dritte Schlaganfall kündigt sich durch eine TIA an!

Symptome

Auf einen Schlaganfall oder eine TIA deuten zum Beispiel folgende Symptome hin:

  • Halbseitige Lähmungserscheinungen und/oder
  • Taubheitsgefühl einer Körperseite
  • Sehstörungen mit plötzlicher Erblindung eines Auges
  • Einschränkung der Sehfähigkeit
  • Doppelbilder
  • Sprechstörungen
  • Sprachstörungen (Aphasie)

Stroke Unit

Bei solchen Symptomen mit Verdacht auf einen Schlaganfall ist schnelle ärztliche Hilfe wichtig. Deswegen wurden in einigen Krankenhäusern Spezialstationen zur Behandlung von Schlaganfällen eingerichtet. Diese Spezialstationen nennt man „Stroke Units“.

Eine solche, von der Deutschen Schlaganfallgesellschaft zertifizierte Stroke Unit gibt es auch im Friederikenstift.

Moderne Therapiemöglichkeiten wie Auflösung eines Blutgerinnsels im Gehirn (Thrombolyse) sind nur in der Frühphase der ersten drei Stunden nach Beginn des Schlaganfalles möglich!

Deswegen: Schlaganfall = Notfall = Notruf 112