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Zuletzt aktualisiert am 21.1.2009
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Diagnostik und Therapie
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Gastroenterologie
Der Bereich der Diagnostik und Therapie von Magen-Darm-Erkrankungen stellt in der Inneren Medizin traditionell einen wesentlichen Arbeitsschwerpunkt dar. Durch drei Gastroenterologinnen/-en mit langjähriger Berufserfahrung (Prof. Dr. med. Urs Leonhardt, Stefan Kirchner, Elke Staggenborg), sowie einen Facharzt für Innere Medizin wird die hohe fachliche Kompetenz sichergestellt.
Die wesentlichen Arbeitsschwerpunkte stellen die diagnostische und operative Endoskopie, die diagnostische und interventionelle Sono- und Endosonografie, die Akuttherapie viraler Hepatitiden (Leberentzündungen), die Schubtherapie bei Chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, die konservative aber auch interventionelle Therapie von Erkrankungen des biliären, sowie des pankreatischen Systems (Erkrankungen der Gallenwege und der Bauchspeicheldrüse) und palliative Interventionen dar. Seit Ende 2004 sind ph-Metrie und Oesophagusmanometrie (Untersuchungsmethoden zur Differenzierung von Schluckstörungen und Sodbrennen) im klinischen Einsatz.
Im Bereich der Endoskopie hat die Abteilung zwei Untersuchungsräume mit modernsten, hochauflösenden Videoendoskopen zur Verfügung. Hiermit werden pro Jahr über 3.000 Untersuchungen (Magen-, Darm- und Gallenwegsspiegelungen) durchgeführt. Als Besonderheit steht dem Haus ein Doppelballon-Enteroskop mit der Möglichkeit zur vollständigen Dünndarmspiegelung und Therapie insbesondere von Angiodysplasien (blutende Gefäßmißbildungen) im Dünndarm zur Verfügung. Das Diakoniekrankenhaus Friederikenstift war in Hannover das erste Zentrum für Doppelballonenteroskopie.
Routinemäßig werden interventionell die folgenden Verfahren im Rahmen der oberen Intestinoskopie (Magenspiegelung) durchgeführt:
- alle gängigen Blutstillungsverfahren,
- Varizensklerosierungen (Verödungen von Speiseröhrenkrampfadern),
- Polypektomien (Abtragungen von Polypen),
- Bougierungen und Dilatationen (Aufdehnen von Engstellen),
- Metallstentimplantationen
Die ERCP (Gallengangs- und Bauchspeicheldrüsengangdarstellung mit Kontrastmittel) beschränkt sich entsprechend dem zunehmend begrenzten Indikationsspektrum auf interventionelle Verfahren. Die Möglichkeit zur MRCP (Darstellung der Gallenwege und der Bauchspeicheldrüse per Kernspinuntersuchung), aber auch die Möglichkeit zur endosonografischen Darstellung der Gallenwege und des Pankreas haben den Einsatz der diagostischen ERCP aus dem Klinikalltag verdrängt. Folgende Verfahren kommen zum Einsatz:
- biliäre und pankreatische Sphinkterotomie
- Steinextraktionen und Lithotrypsie v.a. im biliären System
- Stentimplatationen sowohl biliär als auch pankreatisch, am biliären System auch mit Implatation von Metallprothesen.
Auch im Bereich der Koloskopie (Dickdarmspiegelung) wird ein breites Spektrum insbesondere interventioneller Verfahren vorgehalten. Schwerpunkt ist hier die Abtragung von Hochrisikopolypen sowohl im stationären als auch im ambulanten Umfeld. Darüberhinaus werden folgende Methoden angeboten:
- Palliative Tumortherapie (APC / Metallgitterstents)
- Alle gängigen Blutstillungsverfahren
- Fremdkörperentfernungen
Im Bereich der Sonografie und der Endosonografie (Ultraschalldiagnostik) stehen den Untersuchern zwei „High-End-Sonografiegeräte“ zur Verfügung, an denen neben der diagnostischen transabdominellen B-Bild-Sonografie dopplersonografische Untersuchungen unter Hinzunahme des „Power-modes“ möglich sind. Die ersten Erfahrungen bezüglich Kontrastmittelsonografie lassen hier eine Erweiterung des diagnostischen Spektrums insbesondere bei tumorerkrankten Patienten erwarten. Die diagnostische Endosonografie (innerer Ultraschall) erlaubt weiterhin sowohl mittels gastraler als auch rektaler Sonde ein exaktes Tumorstaging und dementsprechend eine stadiengerechte Therapie von Krebspatienten. Diagnostische sonografisch gesteuerte Gewebsentnahmen werden transkutan (von außen, durch die Haut) und endosonografisch routinemäßig durchgeführt. Transabdominelle Eingriffe wie Abszess- oder Zystendrainagen sind etabliert.
Akute Erkrankungen bzw. akute Schübe chronischer Erkrankungen des Magendarmtraktes wie die akute virale Hepatitis, die akute Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung), oder akute Schübe von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen werden entsprechend der Leitlinien der DGVS (Deutsche Gesellschaft für Verdauungs-und Stoffwechselerkrankungen) bzw. nach Rücksprache mit den lokalen Zentren entsprechend den neuesten wissenschaftlichen Standards behandelt.
Darüberhinaus werden die 24-Stunden-ph-Metrie und Oesophagusmanometrie vorgehalten. Hiermit soll die Diagnostik und die Therapiekontrolle der ständig wachsenden Zahl von Refluxpatienten verbessert werden. Die Manometrie liefert wichtige Beiträge zur Abklärung von nicht kardialem Thoraxschmerz.
Kontakt und Sprechstunden
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Kardiologie/Angiologie und Pneumologie
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Belastungs-EKG
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Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten:
- Allgemein übliche Basisdiagnostik mit EKG, Belastungs-EKG, Langzeit-EKG, Langzeit-Blutdruckmessung
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Echokardiographie (Herzultraschall) inklusive Doppler-, Farbdoppler- und omniplaner transösophagealer Echokardiographie, Stressechokardiographie, 3-D- und Strain-rate-Echokardiographie: Sehr vielseitige Untersuchungsmethoden, die mit unseren modernsten Hochleistungsgeräten nahezu alle Herzerkrankungen mit ihren Auswirkungen auf Struktur und Funktion des Herzens erkennen und beurteilen lassen. Die Untersuchungsbefunde mit Original-Videoaufnahmen können wir bei Bedarf per CD an den Hausarzt oder weiterbehandelnden Kardiologen mitgeben oder per Internet dorthin oder bei notwendiger weiterer Diagnostik und Therapie auch an die Einrichtungen der Kardiologie und Herzchirurgie der MHH weiterleiten. Damit werden unnötige und teils belastende Doppeluntersuchungen vermieden bei schnellster Weitergabe wichtiger Informationen. Zusätzlich können in der MHH Entscheidungen getroffen und Maßnahmen vorbereitet werden, noch bevor der Patient dorthin verlegt ist.
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Gefäß-Ultraschall mit Doppler- und Farbduplexuntersuchung an Venen, peripheren, hirnversorgenden und Bauch-Arterien in enger Kooperation mit der interventionellen Radiologie im Hause (kathetergestützte Gefäßeingriffe bei Verengungen oder Verschlüssen von Arterien), der Gefäßchirurgie im Hause und der MR-Abteilung im Hause, wo bei komplexen Gefäßproblemen Kernspin-Angiographien zur Vervollständigung der Diagnostik gemacht werden (Gefäßdarstellungen ohne Kathetereingriff, ohne Strahlenbelastung und ohne jodhaltige Röntgenkontrastmittel). Haupteinsatzgebiete der Ultraschallverfahren sind
- Diagnostik akuter Venenthrombosen
- Diagnostik chronischer Venenerkrankungen, Abklären von Schwellungszuständen (Ödemen) der Beine
- Diagnostik von Durchblutungsstörungen vor allem der Beine und des Gehirns z.B. bei Patienten mit Schlaganfall oder pAVK („Schaufensterkrankheit“), aber auch als Vorsorgemaßnahme, um bei Hochrisikopatienten Gefährdungen zu erkennen und rechtzeitig die Gesamtbehandlung darauf abzustimmen.
- Untersuchung der Nierengefäße bei Patienten mit schwerem Bluthochdruck.
- Kontrolluntersuchungen nach operativer oder kathetergestützter Behandlung bei pAVK
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Kipptisch-Untersuchungen, Sinusknoten-Erholungszeit - Untersuchungen zur Klärung von Ohnmachtsanfällen („Synkopen“)
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Event-Recorder: Ein spezieller Recorder, der Patienten mit bislang ungeklärten Herzrhythmusstörungen oder Ohnmachten im Alltag mitgegeben oder in speziellen Ausnahmefällen auch als Implantat eingepflanzt wird und der bei subjektiv empfundenem Herzstolpern auf Knopfdruck oder bei Ohnmachtsanfällen automatisch ein Rhythmus-EKG aufzeichnet. Dieses kann später von uns aus dem Gerät ausgelesen werden und so helfen, Herzrhythmusstörungen gezielt zu behandeln und Ohnmachtsanfälle effektiv zu verhindern.
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Herzschrittmacher: Vorübergehende und dauerhafte Implantation von Herzschrittmachern. Es werden in speziellen Fällen auch solche Geräte verwendet, die automatisch Herzrhythmusstörungen erkennen und sie im Speicher des Geräts aufzeichnen. Diese automatischen oder auch vom Patienten bei Beschwerden ausgelösten Speicherungen können wie beim Event-Recorder später von uns ausgelesen und befundet oder auch im Notfall über Telefon von zuhause aus oder unterwegs zu uns übertragen werden, die betreffenden Patienten bekommen dazu von uns ein spezielles Handy, mit dem diese Übertragungen möglich sind.
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Herzschrittmacher-Nachsorge (Herzschrittmacherambulanz OA Dr. Alt) Implantation und Schrittmachernachsorge erstrecken sich auf Einkammer-, Zweikammer- und herzfrequenzadaptierende (d.h. sich selbst automatisch an körperliche und emotionale Belastung anpassende) Schrittmacher der Firmen Biotronik, Medtronic, Guidant, Intermedics, Vitatron, ELA-Medical, St. Jude Medical.
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Rechtsherzkatheter in Ruhe und unter Belastung
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Linksherzkatheter/Coronarangiographie werden bei gegebenem Anlaß in der MHH durchgeführt: Zum Zeitpunkt der Wahl und im Notfall sofort werden Patienten z. B. bei Herzinfarkt ins dortige Herzkatheterlabor verlegt und praktisch verzögerungsfrei versorgt mit allen Mitteln, die in einer modernen Universitätsklinik verfügbar sind. Die Vor- und Nachbehandlung erfolgt bei uns, so daß häufig ein stationärer Aufenthalt in der MHH nicht nötig ist, da die Patienten noch am Tag des Eingriffs zu uns zurück verlegt werden. Diese hervorragend bewährte Kooperation sichert auch einen sehr guten und direkten Draht zur Herzchirurgie der MHH in den Fällen, in denen eine Herzoperation nötig wird. Vielfach bleiben auch nach Herzoperationen die Patienten nur wenige Tage in der Herzchirurgie und werden dann zur Nachbehandlung zu uns zurückverlegt.
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Lungenfunktionsdiagnostik mit Bodyplethysmographie, Spiroergometrie, CO-Diffusionsmessung, Rhinomanometrie und Provokationstests (Prüfung auf überempfindliche Atemwegsreaktionen mit Neigung zur Verkrampfung der Bronchien)
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Bronchoskopie (Spiegelung der Atemwege)
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Internistische Intensivmedizin einschließlich Herz-Kreislauf-Überwachung mit Swan-Ganz-Katheter und notfallmäßiger Nierenersatztherapie (Dialyse). Die Station verfügt über 6 Betten mit 4 Beatmungsplätzen, modernsten Überwachungssystemen und über ein Team von speziell ausgebildetem erfahrenem Fachpersonal. Behandelt werden alle Krankheitsbilder der internistischen Intensivmedizin wie z.B. Herzinfarkt, schwere Herzrhythmusstörungen und Herzschwäche verschiedenster Ursachen, alle intensivmedizinischen Probleme bei lebensbedrohlichen Erkrankungen von Stoffwechsel und Verdauungstrakt, schwere Lungenerkrankungen und Anderes mehr. Darüber hinaus werden hier auch lebensbedrohliche Krankheitsbilder aus dem Bereich der Neurologie und der Neurochirurgie in enger Teamarbeit mit den zuständigen Fachdisziplinen behandelt.
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Moderne Diagnoseverfahren in der Echokardiographie
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Arbeitsschwerpunkte im Bereich Kardiologie:
- Behandlung des Herzinfarktes und kardiologische Intensivmedizin
- Diagnostik und Behandlung von Herzrhythmusstörungen, Herzschrittmachertherapie
- Diagnostik und Behandlung der schweren Herzinsuffizienz (Herzschwäche)
- Synkopendiagnostik (Abklärung von Ohnmachtsanfällen)
- Behandlung des Bluthochdrucks
- Patientenschulung zur Selbstkontrolle der Blutgerinnung (INR-Selbstkontrolle, bei Langzeit-Einnahme von Marcumar ® und vergleichbaren Hemmern der Blutgerinnung). Die Schulung erfolgt nach dem SPOG-Programm der ASA (Arbeitsgemeinschaft Selbstkontrolle der Antikoagulation).
- Diagnostik, Beratung und Gesundheitsaufklärung bei Patienten mit schwerwiegenden Risikofaktoren für Herzinfarkt und Schlaganfall
Ausblicke:
Aufbau einer strukturierten Patientenschulung für Patienten mit Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und einem oder mehreren der folgenden Risikofaktoren:
- Bluthochdruck
- Diabetes mellitus
- Fettstoffwechselstörung
- Rauchen
- Übergewicht
Kontakt und Sprechstunden
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Diabetesbehandlung und Beratung im Friederikenstift
Zur Beratung und Behandlung von Diabetikern im Friederikenstift stehen zwei Diabetologen DDG, eine Diabetesberaterin DDG und Diätassistentinnen zur Verfügung.
Das Haus hat einen Schulungsraum für Gruppenschulungen und eine Lehrküche für praktische Übungen.
Unsere Leistungen:
- Strukturierte Gruppenschulungen für Typ-2-Diabetiker mit Insulinbehandlung
- Strukturierte Gruppenschulungen für Typ-2-Diabetiker ohne Insulinbehandlung
(Die Schulungen entsprechen den Vorgaben der Deutschen-Diabetes-Gesellschaft (DDG))
- Individuelle Einzelberatungen für Patienten mit ihren Angehörigen
- Strukturierte Hypertonieschulung für Diabetiker
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