Zuletzt aktualisiert am 20.4.2005
Schmerztherapie

Die zentrale Abteilung für Anästhesie betreut stationäre Patienten aller Kliniken des Friederikenstiftes und der Unfallklinik im Rahmen von konsiliarischen Mitbetreuungen und Patienten im Rahmen der postoperativen Schmerzbehandlung.

 

Zum Einsatz kommen individuell auf den Patienten angepasste medikamentöse Schmerztherapiepläne nach modernsten Gesichtspunkten. Insbesondere werden patientenkontrollierte Analgesien (PCA) angewendet, bei denen sich der Patient mittels einer Spritzenpumpe nach seinem individuellen Bedarf Schmerzmedikamente selbst zuführen kann. Diese Methode ist nachweisbar eine bessere, effektivere Alternative zu den traditionellen Methoden der Schmerztherapie.

 

Besondere Bedeutung in unserer Abteilung kommen den Nerven- und Plexusblockaden (so genannten „Schmerzkatheter“) zu. Hierbei werden dünne Katheter in unmittelbarer Nähe von Nerven oder Nervengeflechten (Plexus) plaziert und mehrfach täglich mit Lokalanästhetika bestückt. Damit wird eine gezielte Schmerzreduktion und verbesserte Durchblutung eines Gebietes oder einer Extremität erreicht. Diese Schmerztherapie führt zur Verminderung von Schmerzen und Stress, ermöglicht eine raschere Erholung von der Operation und eine zügigere und intensivere Durchführung der Krankengymnastik.

 

Ein weiteres Aufgabengebiet der Abteilung für Anästhesie ist die Anlage von rückenmarksnahen Kathetern (PDA) im Rahmen der Geburtshilfe. Die Periduralanalgesie mit Lokalanaesthetika und gegebenenfalls Opioiden ist das wirksamste Verfahren zur Schmerzlinderung während der natürlichen Geburt. Die Indikation stellt der Geburtshelfer, die Durchführung obliegt der Anästhesieabteilung. Sollten Sie Interesse an einer Periduralanalgesie haben, informieren Sie bitte die Hebammen oder den Geburtshelfer frühzeitig, so dass die erforderlichen Blutentnahmen, das Aufklärungsgespräch und Ihr Einverständnis zeitgerecht durchgeführt werden können.