Gläser klingen – Tanzbein schwingen
Wie der Freundeskreis Friederikenstift sein 10-jähriges Jubiläum mit einer rauschenden Ballnacht feierte
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Eckhart Sindern begrüßt die Gäste
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Reinhard Scheibe und Eckhart v. Vietinghoff
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Diakoniekrankenhaus Friederikenstift. Er steht da, festlich gekleidet, im Smoking und mit Lackschuhen, der erste Gast, der am Abend des 30. Oktobers 2009 zum Jubiläumsball im Friederikenstift eintraf – ein langjähriges Freundeskreismitglied. Er blieb nicht der einzige, der sich für diesen Abend in Schale geworfen hat. Und die Damen erst! Jung und alt erschienen glamourös, von schulterfrei bis tief dekolletiert. Mit Hochsteckfrisur und Glitzer, in Samt und Seide und mit Pailletten gaben sich die Damen die Ehre. Die Herrschaften nahmen Platz an „Nimm Dich in acht vor blonden Frauen“ und „Du hast Glück bei den Frau’n“ – den festlich gedeckten Tafeln des Abends.
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Christel Suppa mit dem Freundeskreis-Chor
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Larissa Domeier und Wolfhard Winkelmüller
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Dann nahm die Ballnacht ihren Lauf. Das Grußwort überbrachte der Aufsichtratsvorsitzende der Diakonischen Dienste Hannover, Dr. Dr. h. c. Eckhart v. Vietinghoff, der sich in seiner launigen Ansprache zunächst wunderte, ob er sich im selben Großen Saal befinde, wie sonst auch – so prunkvoll geschmückt! Seine größte Freude war allerdings, dass neben zahlreichen willkommenen Gästen vor allem einer fehlte: eine Dame, die er nie habe leiden können, nämlich die Dame Avaritia, (Latein) zu deutsch: Geiz und Habgier. Im Gegenteil, er verwies auf die immense Summe an Spendengeldern, die die Gesellschaft der Freunde des Friederikenstifts und seiner Schwesternschaft in den letzten zehn Jahren gesammelt habe. Seit Gründung im November 1999 habe der Förderverein rund eine halbe Million Euro für unterschiedliche Projekte zum Wohle der Patienten eingeworben.
Tusch und Applaus! Das LULU WHITE Salonorchester, eingeladen und finanziert durch die Gesellschaft der Freunde des Jazz und den 1.Vorsitzenden Reinhard Scheibe, machte auf der Bühne im Frack mit Fliege nicht nur eine hervorragende Figur, sondern auch hervorragende Musik. Unterdessen genossen die Gäste das Festbüfett von Essclusiv Leineschloss Catering und den ausgezeichneten Wein, den Roger Battersby, ein Freundeskreismitglied, zum Ball für alle spendiert hat.
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Tanzvergnügen vom Allerfeinsten
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Das Lulu White Salon Orchester führt die Polonaise an
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Schon beim Dessert hielt es Wolfhard Winkelmüller nicht mehr auf seinem Stuhl. Er ergriff das Wort mit einer Rede an die Damen, die aber sofort von Larissa Domeier mit einer Herrenrede erwidert wurde.
Um Männer, die die Wirtschaftskrise verursacht hätten, um Testosteron und um weibliche Reize, geschlitzte Kleider und den lethargischen Adam ging es in der einen Rede. Um den Mann als die sozialpsychologische Problemzone des 21. Jahrhunderts, um antialkoholische, hart arbeitende Bürohengste, nichtflirtende Kinderwagenschieber und ritterliche Gesten ging es in der anderen.
Auch die Landesbischöfin und Ratsvorsitzende Dr. Margot Käßmann hielt einen Glückwunsch parat: "Ich gratuliere dem Freundeskreis des Friederikenstifts zu seinem 10-jährigen Jubiläum. Unsere Gesellschaft und unsere Kirche brauchen solche engagierten Menschen, die mit Visionen und zunächst einmal geringen finanziellen Mitteln, Projekte wie die Palliativmedizin realisieren. Ich wünsche allen Beteiligten Gottes Segen für die nächsten zehn Jahre!"
Die Eintrittsgelder der 120 geladenen Gäste fließen natürlich in die nächsten Projekte: "Für unsere Intensivstation benötigen wir ein sehr spezielles, hochmodernes Ultraschallgerät, dass allen Disziplinen aber insbesondere unseren Intensivpatienten zur verbesserten Diagnostik zur Verfügung stehen soll.", erläutert der erste Vorsitzende Prof. Dr. Eckart Sindern, "dazu trägt auch der Jubiläumsball im hohen Maße bei."
Weiter im Dreivierteltakt. Die Tanzfläche ist voll. Damen und Herren wiegen und schwingen sich über das Parkett. Auf Walzer folgt Charleston, später sogar eine Polonaise, bunte Ballgäste in Reih und Glied und in Hochstimmung. Von der Bühne erschallt ein Trinklied, dann füllen sich die Augen mit Tränen, als Dietmar Sander romantisch von letzten Küssen und Nächten singt und spielt. Später folgt noch der Auftritt von Marilyn Monroe alias Christel Suppa. Eine rauschende Ballnacht, die im Grunde viel zu schnell vorbei war.!
Larissa Domeier und Christel Suppa
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