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Zuletzt aktualisiert am 5.8.2008
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Aktuelle Nachrichten aus der Pflege
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Digitale Fotodokumentation von Wunden und Decubiti im Friederikenstift
Gemeinsames Projekt Pflegedienst und EDV-Abteilung
Im Jahr 2006 begann ein Probelauf zur digitalen Fotodokumentation von Decubiti und Wunden auf den unfallchirurgischen Stationen im Friederikenstift Humboldtstraße. Die bisher mittels einer Sofortbildkamera angefertigten Bilder waren von schlechter Qualität und verblassten im Laufe der jahrelangen Archivierung und waren damit nicht mehr verwertbar.
Daher entschloss sich die Pflegedienstleitung in Zusammenarbeit mit der EDV-Abteilung für die Umstellung auf die digitale Fotodokumentation. Zielsetzung war die zweifelsfreie Zuordnung der Fotos zum jeweiligen Patienten und die nachhaltige Speicherung der Bilder im KIS (Krankenhausinformationssystem) in der elektronischen Patientenakte. Die Bilder stehen nun jederzeit am Bildschirm zur Verfügung und können bei Bedarf ausgedruckt werden. Damit entfällt außerdem ein aufwändiges Archivierungssystem der fotografierten Bilder neben dem KIS.
Während des Probelaufs wurden einige Digitalkameras auf Bildqualität und Bedienfreundlichkeit getestet. Die Pflegenden übten den Umgang mit der Kamera und den Vorgang des Übertragens der Bilder in unser KIS.
Nachdem der Probelauf auf den Pilotstationen 1 West, 2 West und 4 West erfolgreich abgeschlossen werden konnte, wurde im April 2007 für die Standorte Humboldtstraße und Marienstraße mit dem Regelbetrieb begonnen. Insgesamt stehen 5 Digitalkameras zur fotografischen Erfassung zur Verfügung. Sie befinden sich auf den sogenannten „Standortstationen“ 4 West, 2 Mitte, 4 Süd, Station 2 und auf der I.I.
Die anderen Stationen können sich die Kamera dort ausleihen und mittels einer Anleitung die Fotodokumentation durchführen. Dazu entleihen sie neben der Kamera auch Dokumentationsbögen, die ausgefüllt mit Patientenetikett, Datum, Unterschrift der Durchführenden und Lokalisation mit fotografiert werden, damit eine zweifelsfreie Identifikation und Zuordnung zum jeweiligen Patienten möglich ist. Speziell geschulte Pflegende auf den oben genannten Stationen nehmen dann das Einscannen der Bilder ins KIS vor.
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Von Mai 2007 bis Dezember 2007 wurden bereits bei über 180 Patienten Bilder angefertigt und eingescannt und in der jeweiligen elektronischen Patientenakte archiviert. Es erfolgt eine stichprobenartige Kontrolle der Bilder und ggf. eine Rückmeldung an die Stationen, um die Qualität der eingescannten Bilder auf einem hohen Niveau zu halten.
Für das Jahr 2008 ist die Einbeziehung des Standortes Hachmühlen in die digitale Fotodokumentation geplant.
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Die Rolle der Pflegenden in der Schmerztherapie
Den Pflegenden kommt im Rahmen der Schmerztherapie eine besondere Rolle im Behandlungsteam zu. Aufgrund ihrer intensiven und häufigen zwischenmenschlichen Kontakte zu den Patienten sind sie in der Lage, Schmerzen frühestmöglich zu erkennen, schmerzlindernde Maßnahmen unverzüglich einzuleiten, zu koordinieren und durchzuführen, sowie deren Effektivität kontinuierlich zu beurteilen.
Folgende Maßnahmen sollten dafür von den Pflegenden ergriffen werden:
Die Schmerzsituation des Patienten sollte bereits während des pflegerischen Aufnahmegesprächs erfragt werden, da nicht identifizierte Schmerzen nicht behandelt werden können. Leidet der Patient zu diesem Zeitpunkt unter Schmerzen, sollte eine systematische Schmerzersteinschätzung erfolgen. Auf dieser Grundlage können die Pflegenden gemeinsam mit dem Patienten Pflegeprobleme sowie Pflegeziele formulieren, und die entsprechenden pflegerischen Maßnahmen planen. Zudem ist die Schmerzersteinschätzung eine wichtige Voraussetzung für das Einleiten oder Anpassen der medikamentösen Schmerztherapie durch den Arzt. Eine Verlaufskontrolle der Schmerzintensität anhand von Schmerzskalen ist Voraussetzung für die Beurteilung des Behandlungserfolgs, und sollte individuell (postoperativ mindestens 3 x tägl. und konservativ mindestens 2 x tägl.) erfolgen. Durch eine konsequente Dokumentation des Schmerzzustandes kann sichergestellt werden, dass alle Mitglieder des Behandlungsteams informiert sind, um ggf. medikamentöse oder nicht-medikamentöse Maßnahmen unter Einbeziehung des Patienten einleiten oder anpassen zu können. Spätestens bei einer Schmerzintensität von über 3 auf einer Numerischen Schmerzskala von 0-10 sollten Pflegende schmerzlindernde Maßnahmen einleiten, da es bereits bei einer Schmerzintensität von über 4 zu erheblichen physischen und psychischen Einschränkungen kommen kann.
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Schmerzskala
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Damit die Pflegenden umgehend und angemessen auf Schmerzsituationen reagieren können, sollte der Arzt frühzeitig ein an der Schmerzintensität ausgerichtetes medikamentöses Stufenschema verordnen. Benötigt der Patient aufgrund von Schmerzen ein zusätzliches Schmerzmedikament, muss der Behandlungserfolg nach dem Wirkungseintritt überprüft werden.
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Alltag in der Pflege
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Des Weiteren sollen Pflegende dafür sorgen, dass bei zu erwartenden Schmerzen vorbeugend ein adäquates Schmerzmittel verabreicht wird. Darüber hinaus nehmen sie eine wichtige Rolle bei der Einschätzung von möglichen Nebenwirkungen ein. Auch die Anwendung von nicht-medikamentösen Maßnahmen zur Schmerzlinderung, wie z.B. Wärme- oder Kälteanwendungen, sowie die Anleitung zu schmerzarmen Bewegungsabläufen, gehört zum Aufgabengebiet der Pflege. Durch eine frühzeitige Beratung und Schulung können Pflegende, Patienten und ggf. ihre Bezugspersonen unterstützen, angemessene und akzeptable Schmerzbewältigungsstrategien für den Alltag zu entwickeln und einzuüben. Denn Wissen ist die Voraussetzung für ein adäquates Verhalten der Patienten innerhalb des Schmerzmanagements.
Sr. Diane Heckert
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Weniger Schmerz – mehr Lebensqualität: Ein Konzept im Friederikenstift
Der Schmerz beeinträchtigt die Lebensqualität, diese Erfahrung hat jeder schon einmal gemacht.
Wer unter Schmerzen leidet, vermeidet Bewegungen, dies kann zu Komplikationen führen und den Genesungsverlauf beeinträchtigen. Schmerzen belasten zudem die sozialen Kontakte. Aus diesem Grund ist eine individuelle Schmerztherapie ein wichtiger Beitrag für eine qualitativ hochwertige Patientenversorgung.
Wir haben im Friederikenstift neue Strukturen geschaffen, die eine effektive Schmerzbehandlung sicherstellen. Damit möchten wir unseren Patienten gemäß unserem Leitbild -aus Liebe zum Menschen- einen weitgehend schmerzfreien Aufenthalt bei uns ermöglichen. Bereits am Aufnahmetag wird die Schmerzsituation von den Pflegenden ermittelt. Durch den Einsatz von Schmerzskalen, haben wir mit den Patienten sowie mit den verschiedenen Berufsgruppen eine einheitliche Sprache für die wahrgenommene Schmerzintensität gefunden, die es ermöglicht, subjektive Empfindungen transparent und kommunizierbar zu machen.
So wird Schmerz gemessen:
Stellen Sie den roten Schieber so zwischen „Kein Schmerz“ und „Stärkster Schmerz“ ein, wie es Ihrem derzeitigen Schmerzempfinden entspricht.
Drehen Sie die Skala um und lesen Sie den Schmerzwert ab. Die Pflegenden erkundigen sich regelmäßig nach der Schmerzstärke, damit wir eine individuelle Schmerztherapie anbieten können.
Des Weiteren existieren in unserer Einrichtung verbindliche Verfahrensregelungen, um Frühzeichen des Schmerzes zu erkennen und adäquate Therapien zu koordinieren und durchzuführen. Anhand gezielter Mitarbeiterschulungen sowie der Integration des Themas Schmerz in die Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung wurde die Wissensbasis der Mitarbeiter und Auszubildenden vertieft.
Zukünftig möchten wir die Qualität unserer Schmerzbehandlung durch die Fachgesellschaft für Qualifizierte Schmerztherapie überprüfen lassen. Wir gehen davon aus, offiziell bestätigt zu bekommen, dass wir eine qualifizierte und patientenorientierte Schmerzbehandlung anbieten.
Sr. Diane Heckert
(Stabsstelle der Pflegerischen Geschäftsführerin)
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1 Jahr Palliativstation aus der Sicht des Pflegedienstes
Juni 2007 feierliche Eröffnung der Station durch die Landesbischöfin Frau Dr. Käßmann
Juni 2008 feierliche Eröffnung der Dachterrasse durch Ministerpräsident Christian Wulff
Die Eindrücke des 1. Jahres. Wer sie liest denkt: „Ist diese Station der richtige Ort für Feierlichkeiten?“ Ja, diese Station ist ein Ort zum Leben.
Beim Betreten der Palliativstation merkt man, wie sich die eigene Stimmungslage verändert. Farben und Licht wirken freundlich, die Station hat eine ruhige Atmosphäre. „Sie nehmen einem die Angst." So hat Herr Wolfgang H. es dem Ministerpräsidenten Herrn Wulff erklärt. Nach der Eröffnung der Dachterrasse und der offiziellen Begrüßung suchte Herr Wulff das Gespräch mit Patienten und Personal der Station. Er wurde über die umfassende medizinische, pflegerische und seelsorgerische Betreuung der Patienten informiert.
Herr H., unheilbar an Krebs erkrankt, beschrieb diese Betreuung als wohltuend. Er habe immer weniger Angst davor, was kommen wird, sagt er. „Das verdanke ich den Menschen hier.“
Zu den Menschen der Station gehören auch die Ehrenamtlichen Mitarbeiter, die mit großem Einsatz und Freude Ihre Aufgaben wahrnehmen. Sie bringen vor allem Ruhe und Zeit mit, hören zu und erfüllen kleine Wünsche der Patienten wie z.B. einen Spaziergang oder eine Lieblingsmahlzeit. Sie unterstützen die Hauptamtlichen Mitarbeiter und sind unverzichtbare Teammitglieder.
Eine Krankenschwester der Palliativstation beschreibt das 1. Jahr so: Von Beginn an zeigte sich der große Bedarf an der stationären Palliativen Betreuung, die Station war immer ausgelastet. Wir betreuten im 1. Jahr 176 Patienten. Es gab während dieser Zeit viele schöne, aber auch traurige Momente.
Wir ermöglichten einer Familie ein Stück „Normalität“, indem der Sohn aus der Schule kommend beköstigt wurde, Hausaufgaben im Patientenzimmer bei seiner krebskranken Mutter machte und der Ehemann auch in der Nacht bei seiner Frau sein konnte.
Ein anderer Patient feierte mit Angehörigen und Freunden in der Wohnküche der Station seinen 81. Geburtstag. „Wir geben viel, aber wir bekommen auch viel zurück“ sagt die Schwester. „Wir erleben immer wieder sehr persönliche Begegnungen mit Patienten und dürfen teilhaben an ihrer Lebenserfahrung. Wir freuen uns über die vielen positiven Rückmeldungen und blicken zufrieden auf das 1. Jahr der Palliativstation.“
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Die Feier des 1. Jahrestages auf der Dachterrasse der Palliativstation
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Intensivpflege im Friederikenstift gestaltet sich neu
Im April 2008 beginnt der lange geplante Umbau für die neu gestaltete interdiziplinäre Intensivstation mit 13 Intensivbehandlungsplätzen.
Das Herzstück bildet die Stationszentrale, im Zentrum der winkelförmigen Station gelegen. Der bislang nur eingeschränkt vorhandene Wartebereich für Angehörige wird ausgebaut und bietet, gerade auch in den oftmals schwierigen Lebenssituationen, eine entsprechende Aufenthaltsmöglichkeit.
Die beiden, vormals separat betrieben Intensivstationen werden neben der räumlichen Verbindung nun auch organisatorisch zusammengelegt. Hierdurch wird eine optimierte Nutzung und Verteilung der Intensivbetten möglich, Doppelvorhaltungen können vermieden werden.
Ergänzt wird die Intensivpflege durch die Eröffnung von Intermediate Care (IMC) Betten, um eine Versorgungstufe zwischen Intensivstation und Allgemeinpflegestation zu schaffen.
Während der Umbauphase, die mit einem Jahr Bauzeit veranschlagt wurde, wird die Intensivstation auf der neu geschaffenen Intermediate Care Station betrieben. Dort stehen dann neben 13 Intensivbetten auch 6 IMC Betten zur Verfügung.
Nach dem Rückzug der Intensivstation in den ursprünglichen Bereich steht im Diakoniekrankenhaus Friederikenstift dann eine Station mit 23 Überwachungsbetten, inkl. Stroke Unit Einheit zur Verfügung. Hier können alle überwachungspflichtigen Patienten zentral versorgt werden.
Sr. Sabine Neulinger
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